Diagnose AD(H)S

Von einer AD(H)S geht man aus, wenn sich ein Kind über einen Zeitraum von
6 Monaten oder länger in allen Lebensbereichen auffällig verhält bezüglich seiner Aufmerksamkeit, Impulsivität und Motorik. Diese Verhaltensweisen treten intelligenzunabhängig auf, werden aber oft von weiteren (komorbiden) Verhaltensweisen begleitet, z.B. Störungen des Sozialverhaltens.

Die Diagnose einer AD(H)S ist Ergebnis eines hochkomplexen Vorgehens. Sie setzt sich zusammen aus einer Vielzahl einzelner Informationen, die miteinander in Passung bezüglich der Kriterien der o.g. Klassifikationssysteme (DSM 5 oder ICD-10) gebracht werden müssen.

Im Einzelfall kommen dabei u.a. zur Anwendung: Fragebögen (selbst- und fremdanamnestische Einschätzungen), EEG, körperliche und neurologische Untersuchung sowie Basislabor.

In der Fachklinik Gaißach wird seit Jahren standardmäßig der Verhaltens-beobachtungsbogen für Aufmerksamkeitsstörungen (VBA-2010 plus) als einrichtungsinternes Grobscreening-Instrument erfolgreich eingesetzt. Er stellt eine adaptierte erhebungs- und auswertungs-ökonomische Mischung dar aus: CBCL, TRF, Conners-Skala und klinischer Beurteilung, modifiziert nach den Gegebenheiten einer 4- bis 6-wöchigen Rehabilitationsmaßnahme.

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